Rathaus - Servicebüro

Rente 

Allgemeines

Die Wahrnehmung seiner sozialen Rechte ist für jeden Bürger von größter
Wichtigkeit. Das Servicebüro als Ortsbehörde für Arbeiter- und Angestellten-
versicherung ist den Abstatter Bürgern hierbei behilflich. Eine Rentenberatung erfolgt
nicht, da dies ausschließlich den Rentenberatern vorbehalten ist. Das umfangreiche
Dienstleistungsangebot umfasst:

 

  • Die Versicherungsstelle erteilt Auskünfte über die gesetzliche Rentenversicherung der Arbeiter und Angestellten
  • Alle Bürgerinnen und Bürger, die in Abstatt wohnen, können hier ihren Rentenantrag stellen, wobei als besonderer Service alle Antragsformulare
  • auch die Anmeldung zur Krankenversicherung der Rentner - von den Sachbearbeitern ausgefüllt werden.
  • Versicherte, deren Versicherungsverlauf nicht vollständig ist, können hier die Anrechnung ihrer rentenrechtlichen Zeiten (z.B. Beitragszeiten, Kindererziehungszeiten, Ausbildungszeiten) beantragen (sog. Kontenklärung).
  • Auch Rentenauskünfte (= Berechnung des einzelnen Rentenanspruchs) können für alle Versicherten vom Rentenversicherungsträger eingeholt und erläutert werden.

 

Sämtliche Leistungen werden kostenlos erbracht.

Terminvereinbarung ist auch im eigenen Interesse erforderlich.
Bitte wenden Sie sich an das Servicebüro als Ortsbehörde für die Arbeiter- und
Angestelltenversicherung,das

Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 12 Uhr

(nach Terminabsprache ab 7 Uhr)


Montag, Mittwoch und Donnertag von 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr


Dienstag von 16 Uhr bis 18 Uhr


für Sie da ist!


Auskunft

Das Recht der gesetzlichen Rentenversicherung ändert sich ständig aufgrund der
wandelnden sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Aus diesem Grund
ist es von großer Bedeutung, sich umfassend und kompetent über seine sozialen Rechte zu informieren.

Diese Information ist nicht nur für rentennahe Jahrgänge interessant, sondern sollte von allen genutzt werden, bei denen sich Änderungen im Vergleich zum "normalen" Erwerbsleben einstellen, wie z.B. Selbständigkeit, Arbeitslosigkeit,
Krankheit (insb. Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit), Pflegetätigkeit oder auch Auslandsaufenthalte.
Rentenrechtliche Lücken im Versicherungsverlauf sind in manchen Fällen für die Vergangenheit nicht mehr zu schließen, so dass es zu unerwünschten Folgen kommen kann, die bei rechtzeitiger Information zum aktuellen Rechtsstand vermeidbar gewesen wären.
Rechtsauskünfte in der gesetzlichen Rentenversicherung erteilen wir über:

· Das Vorliegen der Voraussetzungen für einen Anspruch auf eine Alters-,
  Krankheits- oder Hinterbliebenenrente
· Reha-Maßnahmen
· Fremdrentenrecht
· Krankenversicherung der Rentner
· Beitragserstattung
· Versorgungsausgleich

Weitere Informationen finden Sie auch bei der Deutschen Rentenversicherung: www.deutsche-rentenversicherung-bw.de


Rentenantrag

Die Rente ist u.a. von einem rechtzeitig gestellten Antrag abhängig. Die dazu nötigen
Formblätter werden von den Mitarbeitern der Versicherungsstelle kostenlos
ausgefüllt.
Bringen Sie zur Antragstellung grundsätzlich sämtliche Versicherungsunterlagen mit.
Da das Erwerbsleben eines Versicherten individuell sehr verschieden sein kann,
lässt es sich nicht verallgemeinern, welche Unterlagen im Einzelnen bei bestimmten
Rentenarten mitzubringen sind. Vielmehr ist jeder Einzelfall unterschiedlich zu
handhaben.


Kontenklärung/Fehlzeiten

Wenn Sie feststellen, dass ihr Versicherungskonto Lücken aufweist, in denen sie
glauben, renten-rechtliche Zeiten zurückgelegt zu haben, so empfehlen wir anhand
geeigneter Unterlagen eine Kontenklärung durchführen zu lassen, damit Ihr
Versicherungsleben lückenlos geklärt ist. Ein geklärtes Konto verkürzt ein späteres
Rentenverfahren und ermöglicht Ihnen eine zutreffende Auskunft über die Höhe der
bisher erreichten Rentenanwartschaft.
Auch wenn u.U. erst vor ein paar Jahren bereits das Versicherungskonto geklärt
wurde, so kann doch aufgrund zwischenzeitlicher Rechtsänderungen (z.B.
Wachstumsförderungsgesetz 1997, Rentenreformgesetz 1999) eine neuerliche
Kontenklärung erforderlich werden.


Beitragszeiten:
(= Zeiten, für die Rentenbeiträge gezahlt werden; dies können Pflichtbeiträge oder
freiwillige Beiträge sein)

Kindererziehungszeiten:
(= Zeiten der Kindererziehung werden bei Geburten vor 1992 in den ersten zwölf
Kalendermonaten und bei Geburten nach 1991 in den ersten 36 Kalendermonaten
nach Ablauf des Monats der Geburt unter bestimmten Voraussetzungen
angerechnet)

Anrechnungszeiten:
(= Zeiten, in denen man aus persönlichen Gründen keine
Rentenversicherungsbeiträge zahlen kann; z.B. Krankheit, Schwangerschaft,
Arbeitslosigkeit, Schulausbildung, Studium, Lehrzeit)

Ersatzzeiten:
(= Zeiten bis zum 31.12.1991, in denen Versicherte nach Vollendung des 14.
Lebensjahres wegen außergewöhnlicher Umstände, die nicht in der eigenen Person
liegen, keine Beiträge zahlen konnten; z.B. Wehrdienst, Kriegsdienst,
Kriegsgefangenschaft, Internierung, Verschleppung, Verfolgung, politischer Haft,
Reichsarbeitsdienst)


Rentenauskunft:
Die Rentenversicherungsträger erteilen Versicherten, die das 55. Lebensjahr
vollendet haben, von Amts wegen eine Rentenauskunft über die bisher erreichten
Rentenanwartschaften.
Unabhängig davon besteht die Möglichkeit, auf Antrag eine Rentenauskunft schon
vorher zu erhalten. Dies ist u.a. in der Versicherungsstelle möglich.
Möchten Sie hiervon Gebrauch machen, so bringen Sie bitte

Ihren Personalausweis und
Ihre Sozialversicherungsnummer

mit.
In einer Rentenauskunft wird unter Berücksichtigung des aktuellen Rechtsstandes
die Höhe des monatlichen Zahlbetrages errechnet, der sich aus den bisher zurück-
gelegten rentenrechtlichen Zeiten ergibt. Die Rentenauskunft kann allerdings alle in
der Zukunft noch zu erwartenden Zeiten und evtl. Rechtsänderungen nicht
berücksichtigen!


Freiwillige Weiterversicherung

Zur freiwilligen Weiterversicherung sind für Zeiten nach Vollendung des 16.
Lebensjahres Deutsche im In- und Ausland sowie Ausländer mit gewöhnlichem
Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland berechtigt, sofern sie nicht zeitgleich
pflichtversichert sind.
Für ausländische Staatsbürger bei Aufenthalt im Ausland bestehen besondere
Vorschriften, die sich aus über- oder zwischenstaatlichem Recht ergeben.
Ob eine freiwillige Weiterversicherung nützlich ist oder sogar empfehlenswert, lässt
sich nicht verallgemeinern, da die Entscheidung dafür vom jeweiligen
Versicherungsverlauf des Betroffenen abhängig ist.

Eine freiwillige Versicherung kann u.a. zweckmäßig sein, wenn
die Versicherungspflicht endet und Sie wollen Ihren Anspruch auf eine Berufs-
/Erwerbsunfähigkeitsrente aufrechterhalten.
Einige Beiträge (z.B. durch Kindererziehung, Beamtenverhältnis,
Pflegetätigkeit) bereits vorhanden sind, diese aber für sich alleine noch keinen
Rentenanspruch begründen.
Sie schon fast 35 Jahre rentenrechtliche Zeiten zurückgelegt haben und mit
63 Jahren in Rente gehen wollen.
Ihr Versicherungsverlauf viele beitragsfreie Zeiten (Anrechnungs-, Ersatz-,
Zurechnungszeiten) enthält und sie deren Durchschnittswert nicht absinken
lassen wollen.
Sie längere Zeit relativ niedrige Pflichtbeiträge gezahlt haben und eine höhere
Bewertung erreichen wollen.

Dies können nur Anhaltspunkte sein. Wenn sie selbst vor der Entscheidung stehen,
ob Sie freiwillige Beiträge zahlen sollten, so ist eine persönliche Beratung
empfehlenswert!