Die Geschichte von Abstatt

Abstatt kann auf eine lange und wechselvolle geschichtliche Entwicklung zurückblicken.

Die Geschichte von Abstatt

Auf der fruchtbaren Lößfläche rings um Abstatt lassen sich aufgrund der hier gemachten Funde erste menschliche Ansiedlungen bis in die Jungsteinzeit und Bronzezeit nachweisen. Das Ausmaß der Siedlungstätigkeit und der Grad der kulturellen Entwicklung werden recht deutlich durch die teilweise guterhaltenen Bodenfunde erkennbar. Die ältesten dieser Funde sind zwei sehr schöne Steinbeile aus der Jungsteinzeit, die in der Gemarkung Happenbach gefunden wurden.

Während der Zugehörigkeit zum Römischen Reich verlief die Straße von Walheim am Neckar zum Kastell Mainhard über die heutige Gemarkung Abstatt. In den Steinäckern am Hang nördlich der Schozach stand auch ein römischer Gutshof. Der genaue Zeitpunkt, zu dem Abstatt als eine feste Ansiedlung entstanden ist, läßt sich nicht exakt ermitteln. Eine einheitliche Gründung ist nicht nachzuweisen. Die Ansiedlung ist wohl zu verschiedenen Zeiträumen und aus durchaus verschiedenen Interessengebieten zusammengewachsen.

Die Erklärung des Ortsnamens als "abgelegene Stätte" oder "Platz in der Aue" ganz bestimmt nicht als "Abtstatt" ist eher in der Bestimmung der zwei althochdeutschen Begriffe - Trieb und Tratt - zu suchen, wobei Trieb freien, ungebundenen Weidetrieb, Tratt aber die gebundene, umfriedete wirtschaftliche Nutzung des Raumes durch die Anwohner bedeutete. Urkundlich wird Abstatt 1361 "Trabstatt" genannt.

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